Alle Jahre wieder

Wie jedes Jahr, endet auch dieses in einer besinnlichen Weihnachtszeit gefolgt vom kribbeligen Gefühl, der Erwartung eines neuen – hoffentlich besseren – Jahres. Und wie jedes Jahr, ist dies die Zeit sich Gedanken über Vorsätze und Ziele zu machen, im Kleinen wie im Großen, ob es nun der Aufstieg in eine höhere Elo oder das Erreichen eines Meilensteins im Leben ist. Für viele wird in diesem Jahr auch wieder Corona einigen Einfluss darauf haben, für einige die Klimaveränderungen für andere lebensverändernde Zustände. 

Die aktuellen vor allem globalen Veränderungen, die ausgemalten Szenarien, wie es weitergehen könnte oder sollte, zeigen uns sehr deutlich, dass wir mit unseren Handlungen nicht nur in unser eigenes Süppchen spucken, sondern dass an unserem eigenen Leben doch viele andere Leben hängen. Dass wir genauso abhängig von anderen sind, wie diese von uns. Wer es ahnt, kann sich nun bestätigt fühlen, ja dies ist ein Aufruf dazu bewusster zu handeln, zu kommunizieren und sich bewusst zu werden, dass Egoismus zwar ein Weg, aber eben weder der freundlichste für das Umfeld, noch der produktivste für das Allgemeinwohl ist, wo eben jeder von profitiert oder nicht, auch der Egoist. So kann dein Jungler zwar all seine Vorteile auf der Map nutzen, sich alle Kills nehmen und auch deinen Farm, aber das macht für alle anderen wahrscheinlich wenig Spaß und wenn der Jungler dann eben doch nicht so krass ist, wie er denkt, verliert ihr und er genauso. Übrigens bedeutet mal nein sagen, weil es zu viel ist oder weil es einfach nicht geht nicht, das Abgrenzen von anderen, nicht, dass man voll der Arschegoist ist, das mal so am Rande.

Was damit gesagt sein will, im Großen wie im Kleinen, ist eigentlich etwas, das wir seit Kindesbeinen von unseren Mitmenschen gesagt bekommen: behandle andere so, wie du behandelt werden willst, denn irgendwann kommt der Diss unter der Gürtellinie, der dumme Spruch, die Provokation wieder zurück zu dir. Diskriminieren oder Mobben war noch nie die Lösung für ein besseres, erfüllteres Leben, wer das nicht glauben mag, schaut euch die Verschwörungsschwurbler an, wie sie voller Angst und Wut auf die Straßen gehen, andere diskriminieren und trotzdem nicht glücklicher aussehen. Sexistische, rassistische, xenophobische, homo- und transphobe oder ableistische Kommentare – das waren nicht mal alle systemischen Diskriminierungsformen von Minderheiten und hey Leute, wenn ihr die oder einen der Begriffe nicht kennt, dann informiert euch doch mal, das kann mit Sicherheit nicht schaden –  verletzen vor allem aber zeigen deinem Gegenüber eigentlich nur deine eigenen Komplexe und im Zweifelsfall bist du dein Gegenüber für immer los und als Arschloch gebrandmarkt. 

Das war ein großer Bogen für eine kleine Anfrage: Leute, seid nett, seid umsichtig und behandelt euer Umfeld wie Menschen, die ein Lächeln und gute Worte, Bestätigung, Freude und Liebe verdient haben. In Zeiten von Chaos und Hass sollte das der Halt sein, der auf ein besseres neues Jahr hoffen lassen kann. In diesem Sinne, genießt die Weihnachtszeit und genießt den kommenden Rutsch ins neue Jahr.

“Why not enjoy some warm milk instead?” – Braum